Startseite | Impressum | Kontakt | Datenschutz

Kleine Schritte für unsere Umwelt

Oft zitiert, aber nur wenig wahrgenommen.

Wenn wir alle so weiter machen, schwimmt im Jahr 2050, also in dem Jahr, in welchem meine Enkelkinder rund 40 Jahre alt sein werden, mehr Plastikteile im Meer, als Fische. Jedes Jahr landen etwa 6,4 Millionen Tonnen Müll im Meer, schätzen die Experten vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen. In einem Quadratkilometer schwimmen etwa 13.000 Plastikteile an der Wasseroberfläche.

Jeder kann etwas tun. Entweder kann man auf die vielen andere Sünder verweisen um sein Gewissen zu beruhigen um nichts tun zu müssen, oder ansatzweise sein eigenes Konsumverhalten zu verändern.

Da es vordergründig um die Zukunft meiner Enkel geht, bin ich zuerst einmal selbst gefordert, mein eigenes Verhalten zu verändern. Wenn jeder, der eigene Enkel hat, nur ein bisschen an deren Zukunft mitgestalten möchte und kleine Stellschrauben in seinem täglichen Konsumverhalten neu justiert, kann über diesem Konsumentenkreis bereits viel für die Umwelt und das zukünftige Klima verändert werden.

Ich bin bereit dazu. Beim Einkauf von Getränken für unser Lokal habe ich mich bisher eher von betriebswirtschaftlichen Grundsätzen leiten lassen. Seit nunmehr einem Monat orientieren wir uns bei der Auswahl unserer Bezugsquellen und Produkte nach Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung und stellen alles auf den Prüfstand. Dabei haben wir einen „Killer“ bereits ausgemacht und aus unserem Lager verband.

Zum 1. Oktober können wir mitteilen, dass wir in Bezug unseres Getränkeangebotes das gesamte Portfolio von Plastik- auf Glasflaschen umgestellt haben. Für die jährliche Herstellung aller Einweg-Plastikflaschen in Deutschland wird eine Energiemenge verbraucht, mit der 2,6 Millionen Drei-Personen-Haushalte für ein Jahr mit Strom versorgt werden könnten.

Der weitaus schwierigere Part war die Umstellung beim Bezug und Einsatz von Reinigungsprodukte für die Gastronomie. Hier die gesetzlichen Hygieneanforderungen zu erfüllen, gleichzeitig aber umweltbewusste Produkte zu beschaffen, hat uns sehr viel Zeit an Recherche und beratungsintensive Telefonate mit Bezugsquellen und Öko-Instituten gekostet. Ich denke aber, wenn man die nachfolgenden Zahlen betrachtet, war der Aufwand gerechtfertigt. Die Herstellung von Plastikflaschen verschlingt jährlich etwa 480.000 Tonnen Rohöl und Erdgaskondensate. Mit dieser Menge könnten fast 400.000 Einfamilienhäuser ein Jahr lang beheizt werden.

Ab Oktober setzen wir Reinigungsmittel ein, deren Umverpackung aus einem Mix aus 25 % recyceltem und 75 % pflanzenbasiertem Material besteht und somit deutlich umweltfreundlicher ist, als übliche Kunststoffverpackungen. Um auf das Plastikmüll-Problem in den Meeren aufmerksam zu machen, hat ein Produkt, auf welches wir umgestellt haben, sogar eine spezielle Spülmittelflasche entwickelt, die immerhin zu 10 Prozent aus recyceltem Meeresplastik stammt.

Ich werde auch in Zukunft kein Öko-Papst sein und das Fleisch das ich auf meinem Teller habe, mit Liebe und Hingabe verspeisen. Veganer dürfen gerne die Anderen sein. Aber, bereits durch die jetzt umgesetzten Maßnahmen in unserem Lokal wird sich unsere Öko-Bilanz nachhaltig verbessern.

An dieser Stelle werde ich über weitere Fortschritte hin zu einer besseren Zukunft für meine Enkel berichten. Vielleicht habe ich mit diesem Beitrag den Einen oder Anderen angeregt, ebenfalls auf Plastikflaschen zu verzichten.

Ach, noch was: Im Zuge unserer Umstellung bin ich auf eine ganz tolle Seite www.ozeankind.de gestoßen und habe mir dort im Shop ein Recycling Armband von Plastik-Pirat gekauft. Hergestellt aus an den Stränden gefundenen Plastikmüll.